Die unsinnige Gepäckversicherung

Viele Versicherungsvertreter versuchen ihren Kunden, auch unnötige Versicherungen aufzuschwatzen. Das schönste Beispiel ist die Reisegepäckversicherung. Es wird vollmundig versprochen, dass bei Diebstahl der Wert für die Koffer oder Taschen wieder ersetzt wird. Wurden die Gepäckstücke auf dem Bahnhof oder Flughafen tatsächlich gestohlen, so wird dem Reisenden fast immer eine Mitschuld gegeben. Steht der Koffer neben den Beinen und der Blick geht in eine andere Richtung, so ist schon eine Pflichtverletzung gegeben. Der Reisende müsste permanent Körperkontakt zu seinem Gepäck halten, damit die Vorgaben der Versicherung erfüllt werden. Auch ist es in den meisten Fällen sinnlos, einen Gerichtsprozess anzustreben. Die Richter stehen in den meisten Fällen auf der Seite der Versicherung und verweisen auf das Kleingedruckte. Die Versicherungsbedingungen sind so geschickt formuliert, dass der Versicherte keine Möglichkeit hat, seine Rechte durchzusetzen, was viele Gerichtsurteile beweisen. Diese Gepäckversicherung ist eine gute zusätzliche Einnahmequelle für die Versicherungsunternehmen, wobei kaum die Gefahr besteht, eigene Leistungen erbringen zu müssen. Schlägt ein Versicherungsvertreter seinem Kunden eine Gepäckversicherung vor, sollte er diesen am besten gleich vor die Tür setzen. Es darf nicht vergessen werden, bei einem Abschluss bekommt der Vertreter eine Provision gezahlt.